Blinker
Eines der Standardsignale sind Blinker . Sie werden meistens für Anzeigezwecke in unterschiedlichen Geschwindigkeiten für die Unterscheidung von Meldungen oder der Dringlichkeit des Signals verwendet.
Durch die starke Verbreitung von Visualisierungssystemen für Klartext- und Grafikanzeigen werden wesentlich weniger Leuchtmelder in den Anlagen eingesetzt. Ampel- bzw. Störungsanzeigen sind noch sehr verbreitet. Außerdem die Statusanzeige von wichtigen Baugruppen z.B. von Hauptmotoren, Pneumatikdruck oder Sicherheitsfunktionen (Not-Aus, Schutztüren). Für diese Standardsignale werden unter anderem Blinker verwendet.
Hier ein paar Beispiele:
- Störung leicht in 0,5 Hz
- Störung schwer in 2 Hz
- Pneumatik- Druckaufbau
- Schutztüranforderung zum öffnen
- Hauptmotor läuft an
- Bedieneraufforderung zum quittieren/Freigabe
- usw.
Die Blinkgeschwindigkeiten/Taktfrequenzen werden überwiegend in Hz angegeben, oder mit der Ein-/Ausschaltdauer in Sekunden bzw. Millisekunden. Dabei ist zu beachten, dass diese Angaben und Genauigkeiten vom SPS-System abhängig sind, aber hauptsächlich von der SPS-Zykluszeit.
Sollte ein Blinker von 10Hz verwendet werden, beträgt ein Blinkzyklus 100ms (je 50ms für 0/1 Signal). Beträgt die SPS-Zykluszeit 60ms wird das Blinksignal stark verfälscht. Sollten mit diesem Blinker Zeitfunktionen ausgeführt werden, kann das zu großen Zeitdifferenzen führen.
Der einfachste Blinker der mit einer SPS erstellt werden kann ist die Signalnegierung. Mit jedem SPS-Zyklus wird das Signal geändert. Dieses wurde dazu genutzt, um eine Anzeige zu erhalten, in der das SPS-Programm als Lebenszeichen und die Dauer des SPS-Zyklus dargestellt wird.
Auf den Lehrgängen wird häufig der Blinker aus zwei Einschaltverzögerungen programmiert, was aus unserer Ansicht viel zu aufwändig ist, aber ein ganz nettes Lehrbeispiel darstellt.
Eine Alternative ist nur, eine Einschaltverzögerung zu nutzen um damit ein Flip/Flop anzusteuern. Das ist schon einfacher, aber immer noch zu aufwändig. So wurde bei einigen SPS-Steuerungen ein Zeitbaustein verwendet, um den aktuellen Zeitwert auszulesen, und als Blinker zu verwenden, wodurch gleich mehrere Blinker verwendet werden konnten.
Mit dem aktuellen SPS-System der Firma Siemens, war das für uns immer noch zu aufwändig. Somit nutzten wir im OB1 die temporären Werte, um mit einer einfachen Addition 32 Blinker zu erstellen, wovon wir 8 Signale in unser SPS-Standardprogramm aufgenommen haben.
Für das bessere Verständnis hier einige Programmbeispiele zur Blinkererstellung:
Blinker für zwei Einschaltverzögerungen:
Blinker mit einer Einschaltverzögerung:
Blinker mit OB1 Werten:




