DB Bausteine
Mit den neueren SPS-Steuerungen, und der SPS-Programmiersoftware ist das Arbeiten mit den DB’s, auch Datenbausteine genannt, wesentlich vereinfacht worden.
Durch die neuen Funktionalitäten ist das Arbeiten mit den Datenbausteinen genauso einfach geworden, wie das Arbeiten mit den Merkern. Es gibt zwar noch Unterschiede, die bei der Programmierung eine Rolle spielen können (z.B. bei der Bearbeitungszeit), doch überwiegen für uns die Vorteile der DB’s, um die Programme übersichtlicher zu gestalten.
Ein weiterer Vorteil der Datenbausteine ist, daß diese den letzten Siganlzustand behalten, der vor dem Stop der CPU vorhanden war. Bei den Merkern würde entsprechend der permanente Bereich festgelegt werden. Aufgrund dieser Speicherfunktionalität der DB’s ist der Programmierer dazu gezwungen, sich bewußt zu machen, welche Signale/Daten beim Anlaufen zurück gesetzt werden müssen.
Bei der Verwendung von Merkern, wurde der permanente Merkerbereich nicht beachtet, wodurch sich Probleme beim Anlauf der SPS/ CPU ergaben.
Es gibt zwei Arten der DB’s:
- Datenbaustein
- Dateninstanzbaustein
Der Datenbaustein wird vom Programmierer induviduell erstellt, während der Dateninstanzbaustein anhand des zugewiesenen FB-Bausteins vom System erstellt wird.
Die Anzahl der Datenbausteine in den heutigen Systemen ist umfangreich, wobei wir es bei den kleineren SPS-Steuerungen begrüßen würden, wenn die Anzahl der DB-Bausteine der Anzahl der FB-Bausteine mindestens gleich wären, oder die Anzahl der DB-Nummer größer sein könnte. Hierdurch wäre eine direkte Zuordnung der FB-Nummer zur DB-Nummer möglich, um eine einfache und logische Zuordnung der Bausteine zu gewährleisten.
In den Datenbausteinen können Variable als elementare Elemente (Bool, Byte, INT, DINT, REAL, usw.) angelegt werden, die in zusammengesetzte Typen (Strukturen, Datenfelder/Array’s, UDT’s) gegliedert werden können. Mit der Aufteilung der Datenbausteine in verschiedene Gruppen (Einstellungen, Bedienung, Störungen, Funktionen, Anlagengruppen, usw.) und der weiteren Unterteilung in Strukturen und Datenfeldern, kann eine übersichtliche Aufgliederung der Signale/Daten erstellt werden.
Wichtige Information:
Achtung, das Übertragen von Datenbausteinen während der SPS-CPU im Run Zustand, kann zu unerwarteten Reaktion der Anlage führen. Unsere Empfehlung ist es, die Anlage in einen sicheren Zustand zu bringen, und dann erst die Datenbausteine zu übertragen, damit der DB-Inhalt vom SPS-Anwenderprogramm aktualisiert werden kann.
Tip für erfahrene Programmierer:
Vorsicht bei diesem Tip, da bei falscher Umsetzung Personen- oder Sachschäden entstehen können !
Bei der Verwendung von Datenbausteinen, sollte am besten am Ende eine ausreichend großer Reservebereich vorgesehen werden, genauso wie am Ende einer Struktur, um bei Veränderungen im DB, die eine Adressänderung zufolge hat, nur den Reservebereich anzupassen, und so der DB für den korrekten SPS-Programmablaufe nicht übertragen werden muss.



