FB/FC Bausteine
Bei der SPS-Programmierung sind für das Anwenderprogramm die FC- oder FB -Programmbausteine vorgesehen. Neben der gewohnten Möglichkeit der Programmierung, die Signale direkt über Anweisungen zu verarbeiten, können diese Bausteine sehr flexibel eingesetzt werden, in dem man ihre Paramentriermöglichkeiten nutzt.
Gemeinsamkeiten der FC/FB
Beide Bausteinarten können ohne/mit Paramentrierung aufgerufen werden und haben einen temporären Bereich. Bei der Programmierung selbst, gibt es keinen Unterschied, solange nicht die speziellen Eigenschaften des FB’s verwendet werden (s.u.), oder die Bausteine parametrierbar gemacht werden.
Folgende Übergabebereiche stehen beiden Bausteinarten zur Verfügung:
- INPUT
- OUTPUT
- IN-/OUTPUT
Die Parametriermöglichkeiten werden häufig bei immer wieder kehrenden Programmcodes verwendet (z.B. Ansteuerungen von Motoren, Ventilen oder anderen Betriebsmitteln). Dadurch kann das Programm übersichtlicher, kleiner, und schneller, aber mit weniger Fehlern programmierbar gemacht werden.
Allgemeines zu den FC’s
Je nach Programmierer werden die FC-Bausteine gerne für kleine parametrierbare Programmfunktionen verwendet. Die FC-Bausteine haben keine permanenten Speicherbereiche (eigenes Gedächtnis), die vom System genutzt werden können. Daher verwendet die Firma Gersch SPS-Technik die FC-Bausteine für parametrierbare Funktionen.
Die fehlenden, dauerhaften Speicherungen von Signalen/Daten umgehen wir, indem wir IN-/OUTPUTS dazu verwenden oder einen DB-Baustein an den INPUT übergeben und diesen als Zwischenspeicherung der Signale/Daten verwenden. Hauptsächlich dann, wenn noch weitere Programm auf die gleichen Daten zurückgreifen. Dies geschieht über die indirekte Adressierung.
Wenn die FC-Bausteine parametrierbar sind, müssen alle Übergabesignale/-daten beschaltet werden.
Allgemeines zu den FB’s
Der Vorteil eines FB-Bausteins ist sein Gedächtnis. Desweiteren ist es bei den parametrierbaren FB’s nicht notwendig, Übergabesingale/-daten zu beschalten, da der Entwickler vom FB die Möglichkeit hat, die Signale/Daten der Übergabevariablen vorzubelegen. Um diese Funktionalität zu erhalten, benötigt der FB-Baustein einen DB, in dem die Informationen abgelegt werden.
Diesen DB nennt man auch Dateninstanzbaustein. Er wird in einen Multiinstanzbaustein, in dem mehrere FB-Information enthalten sind, eingebunden. Sollten sich beim programmieren Änderungen in dem Dateninstanzbaustein ergeben, muss der Programmierer diesen DB-Baustein aktualisieren, um Fehler im System zu vermeiden.
Um so tiefer die DB-Bausteine ineinander integriert sind, um so schlechter lässt sich das Programm während der Produktion ändern. Die Firma " Gersch SPS-Technik " verwendt die FB-Bausteine gerne für die Anwenderprogramme, um dort die Signale/Daten der einzelnen Funktionen zu speichern.
Dies erhöht unserer Ansicht nach die Übersichtlichkeit des Programmcodes, weil die Signale/Daten direkt der Funktion zugeordnet sind. Für wiederkehrende, umfangreiche Standardfunktion werden ebenfalls die FB’s verwendet, um dort die Signale/Daten zu speichern, die nur von der entsprechenden Funktion benötigt werden (z.B. Regelungen, umfangreiche Ansteuerungen, Schrittketten).




