GFPV – Grundfunktion
Bereits vor der Entwicklung des GFPV Standards, sind einzelne SPS-Programmfunktionen entwickelt worden, um die Programmierung der Anlagen zu vereinfachen. Diese Vorgängerversionen waren Funktion zum Ansteuern von Baugruppen die als Schnittstelle nur die Beschaltungsmöglichkeiten der FB/FC’s nutzten.
Mit den neuen SPS-Systemen und den veränderten Anforderungen an die Automatisierung sollten in den Anlagen folgende Dinge unbedingt enthalten sein:
SPS-Programm
- Gute Dokumentation
- Ausführliche Symbolik
- Klare Programmstrukturen
- Dokumentierte Programmfunktionen
- Bewährte FB/FC’s Programmteile
- Umfassende Störungsanalyse
Visualisierung
- Einfache Bedienung
- Einheitliche Bedienung
- Einfacher Aufbau
- Anzeige der E/A-Signale
- Anzeige Funktionsstatus
- Umfassendes Störmeldesystem
Die Programmierung dieser Anforderungen erfordert einen erheblichen Aufwand und ist mit einer Vielzahl eventueller Fehlermöglichkeiten verbunden, welche bei der Inbetriebnahme mühsam beseitigt werden müssen. Daher bedurfte es eines neuen Ansatzes, aus dem der GFPV Standard entstanden ist.
In den ersten Schritten bei der Entwicklung des GFPV’s, wurden die vorhandenen FB/FC’s Bausteine überarbeitet. Für die Grundfunktion zum Steuern von Baugruppen (z.B. Magnetventile, Motoren, usw.), wurde in FB’s programmiert damit der Programmierer wie gewohnt die Funktionen beschalten kann. Der Dateninstanzbereich hingegen dient als Schnittstelle für die GFPV Programme. Es möglich, die Grundfunktionen auch ohne die GFPV Organisation zu verwenden, welche sich bei den kleinen Steuerungen (z.B. S7-312/313) anbietet.
Die SPS-Programmteile des GFPV, sind im Hinblick auf die oben genannten Anforderungen an die Automatisierung entwickelt worden, welche noch weitere Vorteile haben:
- Vielseitig einsetzbar
- Umfassende Funktionalitäten
- mit/ohne GFPV Funktion zu verwenden
- Datenschnittstelle für die Visualisierung
- Bedienung über Taster und/oder Visualisierungsgerät
- SPS-Zykluszeit optimierte Funktionalitäten
- Bereitstellung von Signalen (z.B. Endlagen)
- FB’s können individuell angepasst werden
