OB1 – V03/00.00.00 vom 02.04.2009
Der OB1 wir vom SPS-System zyklisch ausgeführt meistens dazu verwendet, die SPS-Grundsignale zu erstellen, sowie die Anwenderprogrammteile aufzurufen.
Die Firma Gersch SPS-Technik verwendet ebenfalls diesen Baustein, um einige Signale und Daten für das SPS-Anwenderprogramm zu erstellen, die Bausteine für unser SPS-Grundprogramm sowie die anlagenspezifischen Programmteile aufzurufen und spezielle Funktionen des Grundprogramms auszuführen.
Hier eine Aufstellung der Funktion, die in den OB1 von uns umgesetzt werden:
- VKE0/1 erstellen
- Richtimpuls erstellen
- SPS-Zykluszeitwert umspeichern
- Auswertung min./max. Zykluszeiten
- Datum + Uhrzeit der Systemzeit aufbereiten
- Blinker erstellen
- Steuersignal SPS-hochgelaufen erstellen
- Sprungverzweigung in den Programmteilen
- min. SPS-Zykluslaufzeit erstellen
In den OB1 sind die grundlegenden Funktionen eingebunden, die von den weiteren SPS-Programmteilen genutzt werden können, wobei wir in unseren FB/FC Bausteinen häufig auf die erstellten Signale/Daten des DB99 zurückgreifen, die im OB1 erstellt werden.
Um diese oben genannten Funktionen zu erstellen, verwenden wir folgende Bausteine:
- DB99 / enthällt die erstellen Signale und Daten
- DB100 / Einstellungen für das SPS-Grundprogramm
- DB109 / Datenspeicher für das SPS-Grundprogramm
- FC105 / Zeitfunktion
- SFC64 / Systemfunktionen aus der Systemzeit auslesen
Nun möchten wir Ihnen noch die einzelnen Punkte und dessen Hintergrund näher beschreiben:
VKE0/1
Im Netzwerk 01 erstellen wir jeweils zwei VKE0 bzw. VKE1 Signale (fester Signale). Einmal verwenden wir dazu die Meker M0.0/M0.1, die bei der Entwicklung des SPS-Programms oder bei der Inbetriebnahme verwendet werden, um zum einen anzuzeigen, das an der Verwendungsstelle noch weiter programmiert werden muss und zum anderen für Testzwecke Signale und Programmfunktionen zu beeinflussen. Für die dauerhaften 0/1 Signale sind die Bit’s DB99.DBX0.0/0.1 vorgesehen, die dem Programmierer anzeigen, daß diese Funktionen dauerhaft so verbleiben sollen.
Richtimpuls
Der Richtimpuls wird im Netzwerk 2 erstellt, um beim Anlaufen der SPS die Signale/Daten im Anwenderprogramm anzusteuern, damit die Maschine/Anlage nicht unkrontrollierte Funktionen/Bewegung ausführt.
SPS-Zykluszeit
Die SPS-Zykluszeit wir in unseren Standardfunktionen oder Berechnungen/Regelungen verwendet, um Zeitfunktionen oder Geschwindigkeiten zu ermitteln. Dazu werden unterschiedliche Zahlenformate verwendet. Im Netzwerk 3 werden die aktuellen Zeitwerte im DB99 umgespeichert.
Auswertung min./max. Zykluszeit
Für die Analyse des Zeitverhalten des SPS-Systems erstellen wir hier die min./max. Zeitwerte im Netzwerk 4. Dabei werden erst nach dem hochlaufen der SPS die Zeiten auf min./max. Werte kontrolliert, die auch im laufenden Anlagenbetrieb zurückgesetzt werden können.
Datum / Uhrzeit
Für evt. Anzeigen oder Datenauswertung werden im Netzwerk 5/6 verschiedene Datum-/Uhrzeitdarstellungen erstellt.
Blinker
Als Standardsignale sollten die Blinker nicht fehlen, die wir mit in den DB99 aufgenommen haben. Die Erstellung der Blinker erfolgt im Netzwerk 7.
SPS-Hochgelaufen
Dieses Steuersignal dient überwiegend dazu, die Freigabe für das Anwenderprogramm zu geben. Diese Signal haben wir geschaffen, da bei einigen SPS-Steuerungen mit FM-Baugruppen oder Bus-Systemen das SPS-Programm bearbeitet wird, aber noch nicht das Komplettsystem einsatzbereit ist. Nach der eingestellten Zeit im DB100, wird das Signal auf 1 gesetzt, welches in unseren SPS-Analgenprogrammen eine Freigabe für das Störmeldesystem und der Funktionen gibt. Dieses Signal wird im Netzwerk 8 erstellt.
Sprungverzweigung
Im Netzwerk 8 werden die weiteren SPS-Grundprogrammbausteine und das Anlagenprogramm aufgerufen.
Min. SPS-Zykluslaufzeit
Diese Sonderfunktion wurde erstellt, um die Systemzeit prozentual genauer zu bekommen.
Mit der Systemfunktion werden die Zeitwerte in ms ausgegeben. Liegt die SPS-Zykluszeit bei 1ms, kann das bedeuten das die reale Zeit z.B. zwischen 1..1,999ms liegen könnte (Systemabhängig), das eine Zeitunterschied fast von 100% bedeutet. Liegt die Laufzeit bei 10ms könnte die Zeit zwischen 10..10,999ms liegen, was einen max. Zeitunterschied von 10% bedeutet. Um so größer die SPS-Laufzeit ist, desto genauer der Zeitwert, und um so genauer die Funktionen die mit dem Zeitwert arbeiten. Es ist darauf zu achten, dass die min. SPS-Laufzeit so eingestellt wird, das die Reaktionzeit vom System gegeben ist, und die Zeitwerte genau genug sind. Im Netzwerk 9 wird eine Schleife ausgeführt, bis die gewünschte min. Zykluszeit erreicht wurde.




