OB100 – V01/00.00.00 vom 02.04.2009

In der Maschinen-/Anlagensteuerung sind die verschiedenen Situationen zu berücksichtigen, die entstehen können, wie z. B. das starten/anlaufen der SPS-CPU. Bei der Systementwicklung wurden verschiedene Anlaufsituationen bedacht, wodurch die OB’s 100/101/102 geschaffen wurden. Der OB100 kann in der CPU der S7-300/400 Serie verwendet werden, wobei die OB101/102 je nach Systemeigenschaften zugelassen sind.

Die Anlauf-OB’s werden dazu verwendet, um Signale, Werte oder Einstellungen für das SPS-Anlagenprogramm vor zu nehmen. Ein sehr wichtiger Punkt ist, dass in den Anlauf OB’s keine Zeitüberwachungen sind, was bei Endlosschleifen dazu führt, das die SPS aus dem Anlaufzustand nicht heraus kommt. Nach Abarbeitung des Anlauf-OB’s wird der OB1 ausgeführt, mit der normalen Programmbearbeitung.

Der OB100 wird bei Neustart/Warmstart ausgeführt (wenn im SPS-Programm vorhanden), wenn das System vom Betriebszustand Stop nach Run schaltet, und folgende Situation vorhanden ist.

Hier ein paar Beispiele:

  • Nach Uhrlöschen
  • Durch Umschalten der Betriebsartenschalter von STOP –> RUN
  • Durch PG Betriebsartenumschaltung von STOP –> RUN
  • Nach Spannungswiederkehr, wenn die SPS vorher im RUN-Zustand war
  • Im System nur der OB100 zugelassen ist
  • Das Laden des Anwenderprogramms im STOP-Zustand

Wir nutzten den OB100, um den Richtimpuls zu erstellen, sowie die Weckalarme frei zu geben (wenn nötig). Daher wurde der entsprechende SFC40 mit einen M0.0/ VKE-0 gekennzeichnet, damit unsere Programmierer nach dem kopieren der Vorlagenbausteine hier noch Änderungen durchführen kann, passend zu der Anlage.

Download SPS-Programm: OB100

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