Audrey – Cake GmbH
Die Aufgabe:
Für die zusätzliche Anlagenerweiterung und der Anlagenverfügbarkeit, sollte die zentrale Flüssigkeitsdosieranlage auf eine S7-300 SPS-Steuerung umgerüstet werden. Dazu wurde mit den Ingenieuren des Kunden Audrey-Cake GmbH, die Umsetzung geplant und die Baugruppen, die eingesetzt werden sollten, sowie die Verteilung der verschiedenen Arbeiten besprochen. Die Firma Gersch SPS-Technik sollte folgende Dienstleistungen erbringen:
- Programmierung des S7-300 Systems
- Visualisierung der Anlage OP177B
- Kommunikation der S5/S7 SPS-Steuerungen
- Inbetriebnahme der Hardware mit E/A-Check
- Funktionstests und die Einstellung der Dosierung
- Einweisung des Bedienpersonals
Die Umsetzung:
Die kundeneigenen Techniker haben die Schaltpläne erstellt und den neuen Schaltschrank mit der SPS-Steuerung und neuen Frequenzumrichtern gebaut, der während der produktionsfreien Zeit am Wochenenden installiert wurde. Parallel dazu wurden das SPS-Programm und die Visualisierung programmiert, sowie die Kommunikation zwischen dem S5/S7- SPS-System entwickelt. Nachdem die Vorbereitungen, inklusive dem E/A-Signalcheck, soweit abgeschlossen waren, wurde das alte Steuerungssystem demontiert und die S7-315-2 DP aktiv geschaltet, um den Funktionstest und die Einstellungen des Systems mit allen Komponenten durchzuführen:
- S7-315-2 DP CPU, inkl. der DI/DO Baugruppen
- Zählerbaugruppe FM350-2 mit den angeschlossen Volumenzählern
- Kommunikationsbaugruppe CP341 (RS232/TTY)
- SEW Freqenzumrichter -> Ansteuerung über Profibus Gateway DFP/DFS
- Visualisierungssystem OP177B
Nachdem die Anlage eingestellt war und die Produktionsfähigkeit vom Kunden bestätigt wurde, folgte die Freigabe für die Produktion. Durch die einfache Möglichkeit, die Anlage einzustellen und der Logik des SPS-Programms, konnte die Genauigkeit der Flüssigkeitsdosierung deutlich gesteigert werden.
Die Besonderheiten:
Bei jedem Umbau/Modernisierung setzt sich die Firma Gersch SPS-Technik zum Ziel, die Bedienung zu vereinfachen, die Genauigkeit zu erhöhen und wenn möglich, neue nützliche Funktionen einzubinden. Bei der Flüssigkeitsdosieranlage konnte dies durch folgende Punkte erreicht werden:
- Halbautomatikfunktion für das Dosieren von einzelnen Flüssigkeiten
- Passwortgeschützte Einstellung der Werte und der Komponenten
(z.B. Drezahlvorgabe, Grob-/Feinvorgabe, Normierung von Impulsen/Volumen, usw.)
Die größte Herausforderung bestand darin, die Kommunikation zwischen den Steuerungen zu analysieren. Dazu wurden in den Sende-/Empfangsleitungen der TTY-Schnittstelle Pegelumsetzer verdrahtet, damit die Daten zwecks Analyse mit entsprechenden Analysegeräten aufgezeichnet werden konnten. Nach der Datenanalyse wurde entsprechend das S7 SPS-Programm für die Kommunikation programmiert. Nach erfolgreichen Funktionstests der Kommunikation zwischen S5/S7 Kommunikation CP’s, konnte der endgültige Termin für die Umschaltung festgeschaltet werden.
